Julith Krishun - VV
Nach ihrem Debüt aus dem Jahr 2008 präsentieren Julith Krishun aus Dresden nun ihr neues Album. War das Debüt schon nicht von schlechten Eltern, ist nun nochmal eine deutliche Steigerung zu hören. Die Band orientiert sich stilistisch irgendwo zwischen Converge, Coalesce und Pig Destroyer. Abgefuckter, chaotischer, dreckiger und schräger Hardcore. Blastbeats, Gitarrenflitzereien, fieses Geschrei aber auch bodenständige Rockriffs, Sludge und Punk sind die Stilmittel, die verarbeitet werden. Die Band schafft es deutlich besser als noch vor zwei Jahren ihren chaotischen Songs eine Richtung zu geben. Zwar wird auf gängige Strophe/Refrain Schemata noch immer ein dicker Haufen gesetzt, doch erscheinen die Songs deutlich griffiger und auf den Punkt gespielter als bisher. Auch wirkt die Platte viel erdiger, was hauptsächlich auf die Produktion zurück zu führen ist. In all dem turbulenten Chaos, das die Band fabriziert, blitzen immer wieder Parts auf, in denen sich die Band zurücknimmt und für Atmosphäre sorgt. Die Songs sind meist kurz und knackig und bewegen sich oft unter der zwei Minuten Grenze. Ausnahme von dieser Regel ist beispielsweise „Wolves“, in dem sich die Band in eine sechsminütige Krachorgie hineinsteigert, die Neurosis alle Ehre macht. Die Platte hat ein sehr thrashiges Feeling, ohne dass jemals echte Metal Zitate zu hören sind. Julith Krishun haben gezeigt, dass sie sich weiterentwickeln können und spätestens jetzt sollten Krachliebhaber die Band auf dem Plan haben. (rg)




