Thieves & Villains - South America
Thieves & Villains veröffentlichten 2008 ihr Victory Debüt. Sicher kein Meilenstein des Genres, aber eine ganz nette Platte. Jetzt legt die Band ihr neues Werk „South America“ vor. Wer gesteigerte Latino Einflüsse vermutet, liegt falsch. Die Band ist ihrem Stil treu geblieben und gibt sich voll und ganz dem fluffigen und emotionalen Indie Rock hin. Offensichtlicher Impulsgeber sind sicherlich vor allem Weezer, aber auch Taking Back Sunday und Konsorten haben ihre Spuren im Sound hinterlassen. Wie schon auf dem Vorgänger sind auch auf „South America“ haufenweise zuckersüße Melodien und Gesangslinien zu hören, die schnell ins Ohr gehen. Die Band peppt ihren Sound mit allerlei netten Ideen auf. So bekommt man Westerngitarren und untypische Rhythmen zu hören, mal lässt man es heftiger krachen, dann wieder sehr zart angehen. Thieves & Villains machen sicherlich vieles richtig was im Lehrbuch steht. Was der Band nach wie vor fehlt, ist ein Profil. Die Songs gehen zwar schnell ins Ohr, es mangelt ihnen aber deutlich an Substanz und Tiefgang. Die leichtfüßigen Melodien verfliegen ebenso schnell wieder wie sie gekommen sind. Auf der Platte gibt es nicht eine einzige Kante an der man sich stoßen könnte. So wirkt das Album trotz seiner Vielfältigkeit recht farblos und nichtssagend. Leider bleibt so unter Strich von „South America“ zwar gut gemachter aber eben nur recht oberflächlicher Radiorock übrig. (rg)




