Dufresne - AM:PM
Dufresne aus Italien präsentieren uns mit AM:PM ein Konzeptalbum zum Thema Zeit und Musik. Stilistisch ist die Band nicht so leicht zu verorten. Sie sitzen irgendwo zwischen den Stühlen von Hardcore, New-Metal und Indie-Rock. Ihre Songs haben einerseits eine recht massive Breitseite in Form von schwer rockenden Riffs, andererseits zeigt die Band auch immer wieder gern ihre melodische Seite. Letztere ist sogar die deutlich stärker gewichtete. So richtig derb wird es selten, dennoch schafft es die Band ihren Songs den so wichtigen Drive zu verleihen. So passiert es, dass die Songs sehr schnell ins Ohr gehen und durch den recht hohen Tiefgang sich dort auch festsetzen. Dufresne packen ihr Album mit Songs voll, die einfach funktionieren. Der New-Metal Anteil ist zwar immer präsent, jedoch nie vordergründig, vom Hardcore holen sich die Jungs die Ecken und Kanten, die dem Sound einen zusätzlichen Kick geben. Die Jungs haben eine Menge Ideen wie sie ihre Songs abwechslungsreich gestalten, so kommen auch mal elektronische Elemente zum Einsatz oder man wechselt von englischen Texten in ihre Muttersprache. Am wichtigsten ist aber, dass die Jungs einfach über ein gutes Händchen für starke Melodien und Refrains verfügen. Die Vocals sind ebenfalls recht vielfältig und reichen von melodisch zu straightem Shouting. So entsteht ein wirklich spannendes Album mit vielen Facetten und reichlich Songs mit Hitpotential. Italien ist immer wieder für eine Überraschung gut, das haben Dufresne mit diesem Album eindrucksvoll bewiesen. Cool. (rg)




