Four Letter Lie - A New Day
Four Letter Lie sind inzwischen keine Unbekannten mehr. Nach zwei passablen Werken liegt nun die dritte Platte der Band vor. Viel geändert hat sich nicht. Stilistisch bewegt sich die Band immer noch in der Schnittmenge aus metallischem Hardcore und Emo. Harte Vocals und kantige Riffs mischen sich mit eingängigen Melodien und Pop-Appeal. Auch auf Album Nummer drei wird klar, dass die Band zwar durchaus ein Feeling für funktionierende Songs und starke Melodien hat, diese aber auch immer irgendwie zweite Wahl sind. Four Letter Lie stehen nach wie vor im Schatten von ähnlich gelagerten Bands wie Alexisonfire oder Silverstein und langsam aber sicher schwindet mein Vertrauen darin, dass sie sich daraus jemals lösen werden. „A New Day“ hat unbestreitbar seine Höhepunkte und wartet mit einigen Melodien auf, die das Zeug zum Ohrwurm haben (z.B. My Surrender mit Jesse Barrera). Ebenso wie mit mitreißenden härteren Parts. Der ganz große Wurf bleibt aber aus. Im Vergleich zum direkten Vorgänger fällt das Album sogar deutlich ab. Insbesondere der Gesang fällt negativ auf und wirkt immer wieder gequält und unmotiviert. So werden Four Letter Lie wohl auch auf längere Sicht eher ein Dasein in der zweiten Reihe fristen. Wer von dem Sound nicht genug bekommen kann, darf aber bedenkenlos ein Ohr riskieren. (rg)




