Omega Lithium - Dreams In Formaline
Ob Formalin da jetzt die langgesuchte Lösung ist, aber die Suche nach einer Möglichkeit um Träume zu konservieren dauert ja schon Jahrhunderte an. Die vier Kroaten, die sich hinter dem Bandnamen Omega Lithium verbergen, verwenden Gothic, den sie mit fetten Gitarren und ordentlich Industrial bzw. Elektro aufgebohrt haben um ihren Träumen näher zu kommen. Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei auf jeden Fall die gerade mal 19jährige Sängerin Mya Mortenssen, die erst recht für ihr Alter aber auch völlig losgelöst davon eine erstaunliche stimmliche Präsenz beweist. Bei manchen Tracks, wie etwa „My Haunted Self“ mit seinen bratenden Riffs, lässt sich auch eine gewisse Nähe zum Metal nicht leugnen. Gesanglich bedienen sie sich beim gern verwendeten „Engel trifft Teufel“-Schema, zu den melodischen Passagen Mortenssens kommen also Shouts ihres Kollegen Malice Rime. Und auch ein paar veritable Ohrwürmer haben sie in Formalin gegossen, gerade „Andromeda“ mit seinem stampfenden, dezent an Rammstein erinnernden Riff und dem tollen Refrain sei hier als Anspieltipp genannt. Für ein Debüt auf jeden Fall beachtlich, das Material zielt natürlich auf die breiten Massen, aber das wollen viele, so gut wie diese vier Kroaten können es aber nur wenige. Könnte gut sein, dass man den Namen in Zukunft noch öfter hört! (tj)




