Otep - Smash The Control Machine
Fronterin Otep Shamaya war und ist Aushängeschild dieser Band, die soundmäßig wohl irgendwann mal bös hängen geblieben ist. Die 13 Songs klingen allesamt so, als hätte es die letzten zehn Jahre gar nicht gegeben. OK, Korn rulen (live) immer noch und die Deftones haben eh nie so ganz zum New Metal-Zirkus dazugehört, ansonsten ist nicht viel geblieben vom einstigen Toptrend. Und selbst vor zehn Jahren hätte dieses Album wohl nicht alles weggeblasen, da hätten ganz im Gegenteil noch viel schneller die Alarmglocken geschrillt, denn da hatte man Tarrie B. und ihre Stimme sowie ihre Band Manhole noch mehr im Ohr – der Gesang von Frau Shamaya klingt jedenfalls extrem nach Manhole. Der zweite Track „Sweet Tooth“ klingt überdeutlich nach den weiter oben erwähnten Deftones und „Run For Cover“ eifert ganz stark den jüngst bei Rock Am Ring wieder auferstandenen Limp Bizkit nach, aber lassen wir das detaillierte analysieren. Otep können einiges vorweisen (insgesamt vier Alben, Ozzfest-Teilnahme, Slipknots Jordison war mal zu Gast auf nem Album etc.), bis Europa ist ihr Ruf aber nicht in dieser Intensität vorgedrungen, es bleibt also abzuwarten ob „Smash The Control Machine“ die Band bei uns voranbringen wird. Spielerisch und auch von der fetten Produktion her ist alles im grünen Bereich, da sich die Fronterin auch hörbar um Abwechslung bemüht und es sogar eine (komplett unnötige) Ballade hat, ist das Album zumindest nicht langweilig. (tj)




