Escape To Sea - Forever, Whatever Happens
Escape To Sea aus Brighton in England legen mit „Forever, Whatever Happens“ ihre erste EP vor. Die Band existiert erst seit 2008 und auf der EP sind gerade einmal vier Songs enthalten. Diese zeigen aber schon recht gut was die Truppe machen will und auch wo sie im Moment steht. Das Ziel ist klar, die Jungs wollen emotionale Songs mit packenden Arrangements und einer dichten Atmosphäre erschaffen. Das soll mit ruhigen Sounds erreicht werden, die im Verlauf der Songs lauter anschwellen. Irgendwo zwischen Emo und Post-Hardcore. Bands, an die Erinnerungen wach werden wären Elliot, Gracer oder auch Codeseven. Die Instrumentalisten geben sich sehr bedeckt, minimalistisch aber in sehr zurückhaltendem Maße auch verspielt. So wie die Jungs klingen wollen, klingen sie in Wirklichkeit aber nicht. Sie sind eben erst auf dem Weg dorthin. Der Band mangelt es neben den wirklich tollen Arrangements, Riffs und Melodien schlicht und einfach an Charakter und Charme. So langweilen die vier Songs schon nach kurzer Zeit sehr. Der Sänger verfügt über eine sehr eingeschränkte Bandbreite und hat zudem keinerlei Charisma. Die Gitarren klimpern recht ziellos vor sich hin. So kommt keinerlei Spannung in die Songs, im Gegenteil, diese klingen irgendwie nach eingeschlafenen Füßen. Sehr schade, dennoch muss man der Band zugute halten, dass sie sich an einem schwierigen Stil versuchen und zieht man in Betracht, dass die Jungs gerade mal ein Jahr zusammen musizieren, kann man der Band auch nicht böse sein. Bleibt der Verweis zurück in den Proberaum. Wäre nicht die erste Band mit schwachem Debüt die sich prächtig entwickelt. (rg)




