Nim Vind - The Stillness Illness
Ein Schweigen-Leiden gehört sicher nicht zu den Problemen von Chris Kirkham aka. Nim Vind. Mit u.a. seinen beiden Brüdern Anthony und Robbie hat der Kanadier eine Granate von einem Album gezimmert und vielleicht kommt das überraschendste Punkrock-Werk des Jahres am Ende ja nicht von seinen Landsleuten Billy Talent, sondern von ihm selbst. Seinen Ursprung hat Nim Vind wohl im Horrorpunk und bei Bands wie The Misfits, der Mix, den er aber auf „The Stillness Illness“ präsentiert, hat enge Genrekorsetts längst hinter sich gelassen. Schon alleine durch den Mix steht hier vor allem die Stimme und zahllose ohrwurmträchtige Refrains im Vordergrund, die Gitarre ist gar nicht so weit vorne und so entsteht hier und da, auch durch die gelegentlich eingesetzten Synthies, sogar ein nahezu poppiger Eindruck. Immer wieder blitzt auch ein gewisser Country-Input auf, der wohl maßgeblich für den ein oder anderen Volbeat-Vergleich verantwortlich ist. Mitgröl-Hymnen wie der Opener „Killing Saturday Night“ oder auch „The 21st Century“ gehen dem Meister also locker von der Hand, aber auch eine gefühlvolle Ballade wie „Radio-Active Man“ schreit nach der Höchstpunktzahl. Ein sehr hoher Wiedererkennungswert, ein Schuss gute Laune, aber auch ein bisschen Gruselatmosphäre machen das Besondere des Albums aus. (tj)




