Morbid Mind - Deadly Incorporated
Morbid Mind versuchen mit ihrem neuen Silberling das, was schon einige Bands vorher unternommen haben. Man übt sich in Selbsttherapie. Schließlich ist die Welt doch so schlecht geworden. Hört man doch in den Nachrichten nichts anderes mehr als Finanzkriese, Umweltverschmutzung, Terror, Tod und Elend. Genau das ist das Futter, das die Berliner Morbid Mind auch um die gute Laune bringt. So verarbeitet man auf "Deadly Incorporated" all den Hass, die Wut, die Hilflosigkeit und Ohnmacht, die man anders kaum loswerden kann. Davon kann man jetzt halten was man möchte. Der eine verarbeitet die ganze geistige Schei**e der Gegenwart in einer depressiven und bedrückenden Scheibe, der andere schmeißt sich Samstag Mittag in den Garten und stellt fest, dass es ihm eigentlich gar nicht so schlecht geht. Es wird kaum helfen, in der heutigen Zeit weinend in der Ecke zu sitzen und den Kopf in den Sand zu stecken. Man sollte sich eher selbst an den Eiern packen und einfach versuchen etwas zu ändern. Was Morbid Mind mit "Deadly Incorporated" schlussendlich bewirken, bleibt abzuwarten. Doch nun zur musikalischen Seite der Platte. Überwiegend bietet man dem Hörer eine solide Mischen aus Trasch-Metal, Metalcore und dem einen oder anderen Hauch von System Of A Down und Linkin Park, jedoch ohne wirklich zu überzeugen. Leider gehört dieser Silberling zu denjenigen, die unter das Motto "hast Du einen Song gehört kennst Du alle" fallen. Kann man sich anhören, muss man aber nicht. (jb)




