Agathodaimon - Phoenix
Nach langem Warten und diversen Line-up Änderungen dürfen sich die Fans von Agathodaimon endlich wieder auf neues Futter für die Seele freuen. Das neue Line-up und hier vor allem Ashtrael, der neue Mann am Mikrophon, ist eine echte Bereicherung. Von fiesen Screams über Death-Metal Growls bis hin zu hervorragendem cleanen Gesang beherrscht dieser Knabe alles, was man sich wünschen kann. Dieser klare Pluspunkt trägt deutlich zur erneuten Weiterentwicklung von Agathodaimon bei. Die stete Weiterentwicklung gehört bei den Mainzern schon vom ersten Album an zum guten Ton. Hat man sich mit "Blacken The Angel" und "Higher Art Of Rebellion" noch mehr oder weniger in rohen Black-Metal Gefilden bewegt, wurde spätestens mit "Chapter III" deutlich, dass Agathodaimon weit mehr als eine herkömmliche Black-Metal Combo sind. Mehr und mehr atmosphärische Elemente wurden in die Songs eingebettet. Man kann sogar sagen, dass man sich eher dem melancholischen und melodiereicheren Gothic-Metal verschrieben hat. Diese Entwicklung erreicht mit dem aktuellen und mittlerweile fünften Album "Phoenix" einen weiteren Höhenpunkt. So fällt es unter anderem schwer, "Phoenix" in ein Genre zu pressen. Um allen Einflüssen einigermaßen gerecht zu werden, dürfte der Begriff des Dark-Metal wohl passend sein, kombiniert man doch einmal mehr Elemente aus Black-, Gothic-, Death- und Trash-Metal zu einem musikalischen Feuerwerk. Fans der ersten Platten werden mit Phoenix wohl ihre Schwierigkeiten haben, da von der einst vertonten Beklemmung nicht mehr viel übrig geblieben ist. Doch die Freunde der düsteren, melodischen Klangwelt sollten ruhig ein Ohr riskieren. (jb)




