Edguy - Tinnitus Sanctus
Wenn sich Edguy mal die ganzen Albernheiten sparen würden, könnte man sie wahrscheinlich auch ernster nehmen. Die kreativen Bühnenoutfits und im Falle des neuen Albums auch gleich der Titel machen es einem aber immer irgendwie schwer sich der Truppe zu nähren - für die Fans mag gerade dieser heitere Ansatz einer der Gründe sein die Band ins Herz zu schließen. Nüchtern betrachtet sind sie wohl eine der wenigen Bands die traditionellen Metal in Deutschland seit Jahren auf so einem hohen Niveau präsentieren. "Tinnitus Sanctus" ist somit auch erneut ein homogenes Power Metal-Album mit dem die Mannen um Frontkasper Tobias Sammet wohl wieder genau in die Herzen der Fanscharen treffen werden. Der Opener "Minstry Of Saints" folgt dem bekannten Weg, von fetten Riffs geprägter Sound der auf gesanglicher Seite gerne mal mit ordentlich Chören gepimpt wird. Bei "Nine Lives" wird sogar ein bisschen mit Elektronik-Elementen variiert und natürlich fehlt auch die (Halb-)Ballade ("Thorn Without A Rose" nicht! "9-2-9" spielt offensichtlich mit poppigen Elementen, die manchem Puristen wohl etwas sauer aufstoßen werden, aber alles in allem: die können das und machen das sehr gut - wenn das auch nicht meine Musik ist und im Helldriver-Rahmen auch nicht wirklich im Fokus steht. (tj)




