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Nex - A Clockwork Heart

Label: Rising Records  •  Genre: Alternative Metal  •  Wertung:5,5 / 7

User-Wertung: keine  •  Oktober 2008

Es dauert ein bisschen, bis man die Klasse der Band erkennt. Die ersten Songs auf ihrem neuen Album könnte man bei oberflächlichem Hören fast vorschnell in die ziemlich langweilig gewordene Emo/Screamo-Ecke packen - dabei würde einem eine richtig interessante Band entgehen. Denn anstatt sich an aktuellen Trends zu orientieren, erinnern die Briten eher an eine leider längst nicht mehr aktive Band: Faith No More. Nicht, dass sie sie sklavisch kopieren würden, aber Sänger Ed Dickinson hat schon ein imposantes Spektrum an Stimmvariationen und spielt auch ähnlich gerne mit ihnen wie eben Mike Patton. Die Parallelen hören aber nicht beim Gesang auf, auch musikalisch sind die Huddersfielder sehr mutig und aufgeschlossen, Alternative Metal mit der ein oder anderen Verneigung auch in Richtung System Of A Down, im Prinzip wandert alles in den Kessel, ob nun Pathos oder Polka, im Endeffekt muss es rocken; mir scheint, dass die Band auch und vor allem effektive Livesongs schmiedet! Sicher, es ist nicht alles pures (Hit-)Gold, was da glänzt, ein paar Tracks sind auch nur gut, aber beispielsweise mit "Witch Hunting" (cooler Offbeat-Arschwackler), "Behind The Stars" (ansteckender Groove-Hibbler) und "The Lucky Ones" (beschwörende zweistimmige Parts mit treibenden Streichern) gleich mehrere Höherkaräter. Beim Artwork kann sich die Band bis zum nächsten Longplayer jedenfalls am meisten verbessern, auf dem europäischen Festland wird mit dem aktuellen "A Clockwork Heart" wohl auch das selbstbetitelte Debut veröffentlicht. Und hier beweist die Band erneut Vielseitigkeit, denn Rising Records hat zusätzlich acht Unplugged-Songs als Bonus dazugepackt, bei denen sie sogar dezent an Alice In Chains erinnern. Das könnte vom Potential her ´ne große Band werden, aber manche Bands von der Insel schaffen es ja trotz viel Potential nicht, bei uns einen Fuß auf den Boden zu bekommen - man denke nur an Devil Sold His Soul, Sikth (R.I.P.) und The Ghost Of A Thousand. (tj)

Helldriver Magazine Es dauert ein bisschen, bis man die Klasse der Band erkennt. Die ersten Songs auf ihrem neuen Album könnte man bei oberflächlichem Hören fast vorschnell in die ziemlich langweilig gewordene Emo/Screamo-Ecke packen - dabei würde einem eine richtig interessante Band

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(tatsächliches Album in der Vorschau kann vom Review abweichen. )

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