Jack Frost - My Own Private Hell
Die Linzer Buam mit den lustigen Pseudonymen kochen seit Jahr und Tag ihr eigenes Süppchen, lassen sich da wohl auch nicht gerne reinreden oder -spucken, die diversen Labelwechsel der Bandgeschichte sprechen da eine relativ deutliche Sprache. Eine neue Heimat hat das Quartett jetzt auf dem schwäbischen KleinAberFein-Label Silverdust gefunden - was wohl auch mit dem wichtigsten Pferdchen in deren Stall zu tun haben dürfte - End Of Green sind seit Jahr und Tag mit den Öschis befreundet. Ihr siebtes Album "My Own Private Hell" kommt gar nicht so Höllentrip-mäßig daher, u.a. der Opener "Dirty Old Man" erinnert jedenfalls eher an Classic Rock im Zeitlupengewand. Mit dem folgenden "Still" werden sowohl Stimmungs- als auch Geschwindigkeitstechnisch andere Saiten aufgezogen. Groovig und mit einem herrlichen Refrain ausgestattet ist das, genau wie das schleppende "Leaving Song" und das wehmütige "Day Never End" ein richtiger Hit! Schon in der Vergangenheit hatte die Formation ein sehr gutes Händchen für Neubearbeitung von Songs aus fremder Feder und auch auf dem neuen Album findet sich wieder eine solche Perle. Von jeglicher Albernheit befreit zelebrieren sie ein "Leaving On A Jetplane" wie es schwärzer kaum sein könnte. Zwei Haken hat das Werk trotzdem: erstens ist das Cover doch etwas uninspiriert und farblich verwirrt und zweitens sind die Vocals von Phred Phinster mit dem latenten Vibrato auf Dauer doch etwas anstrengend, wohldosiert ist das aber wunderbare Gothickost! (tj)




