Architects - Ruin
Der aufmerksame Szenekenner, dürfte wohl schon im letzten Jahr über dieses Album gestolpert sein. Das zweite Album der Engländer Architects wurde in ihrer Heimat bereits über United By Fate Records veröffentlicht. Century Media hat die talentierte Band nun unter ihre Fittiche genommen und bringt Ruin erneut heraus. Die Band sitzt irgendwo zwischen den Stühlen des traditionellen Hardcore und anspruchsvollem Tech-Metal. So besitzen die technisch anspruchsvollen Songs immer ein gewisses Hardcore Feeling. Was insbesondere wohl in den Vocals von Frontmann Sam begründet ist. Musikalisch dürften die Jungs deutlich von Bands wie Dillinger Escape Plan und Converge beeinflusst ein, aber auch Bands wie Mastodon haben sicher eine Rolle in der Inspirationsphase gespielt. Architects schaffen es zwar immer wieder zu überraschen und den Hörer zu fordern, werden dabei allerdings nie zu abgedreht. Die Songs bleiben immer nachvollziehbar und bieten reichlich eingängige Riffs und Hooks. Gerade wenn man glaubt sich an den recht derben Sound gewöhnt zu haben, überrascht die Band mit Melodien und klarem Gesang. Insbesondere letztes sorgt für echte Höhepunkte. Architects gehen einen gesunden Mittelweg aus Hardcore und Chaoscore ohne sich zu sehr festzulegen. Das Ergebnis ist ein recht eigenständiger Sound. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass die Band auf "Ruin" noch nicht ihr volles Potential ausgeschöpft hat. Man darf also auf den Nachfolger gespannt sein. (rg)




