Space Probe Taurus - Space Probe Taurus
Die schwedische Psycho-Rock-Combo Space Probe Taurus besteht bereits seit 1992. Der Gründungsname lautete allerdings Snake Machine. Nach mehr als 10 sehr bewegten Jahren und etlichen Besetzungswechseln wurde 2003 ein Schlussstrich gezogen. Die Herren Sundler und Sjoberg, die als Letzte von der Urbesetzung übrig geblieben waren, formten praktisch eine neue Band, nannten sie Space Probe Taurus, und seither scheint es bergauf zu gehen. Das aktuelle Album ist vom Cover her schon mal recht trippig und nimmt den Hörer über fast die gesamte Spieldauer mit auf eine Zeitreise in die späten Sechziger. Psychdelic- trifft Fuzz- und Stoner-Rock (wobei sich die Jungs entschieden dagegen verwehren, als Stoner Rock bezeichnet zu werden…). Das Ergebnis klingt wie Mudhoney voll auf Drogen beim Jammen mit Deep Purple, oder so ähnlich. Tatsächlich hört sich das wirklich so an, als ob die Platte beim Jammen und Experimentieren im Proberaum aufgenommen wurde. Womit wir bei der ganz großen Stärke von „Space Probe Taurus“ wären: Das Songwriting. Leicht vertrackt, abwechslungsreich und mit vielen Höhepunkten bewaffnet, bohren sich die 11 Stücke ins Ohr. Besonders zu erwähnen sind hierbei „Dig The Lizzard“, welches die CD schön dreckig eröffnet, außerdem „Buzz Amp“, das ein bisschen nach Corrosion Of Conformity klingt, und das verschoben rockende „Snakebirth“, welches mit einer sehr geilen Spannungskurve aufwarten kann. Allerdings können nicht alle Stücke dieses Niveau halten, und man muss beim Hörgenuss neben vielen Highlights, die durchaus in der Lage sind begeistern zu können, auch einige musikalische Niederungen in Kauf nehmen. Ansonsten wäre das eine richtig feine Scheibe. (cj)




