Carnifex - The Diseased And The Poisoned
Da hat es wohl jemand ganz eilig! Erst vor einem guten Jahr haben die Jungs von Carnifex mit ihrem Debüt "Dead In Your Arms" die Szene mal so ordentlich aufgemischt. Und jetzt kommt auch schon der nächste Hammer auf die Ohren. Das neuste Werk schreit sich "The Diseased And The Poisoned", wobei das schreien wörtlich gemeint ist. Nach dem kurzen Intro "Suffering" weiß man auch schon was einen erwartet, brutaler Deathcore bis das die Ohren bluten. Die 12 Songs sind durchgehend schnell gehalten, wobei die Gitarren mit den oftmals doomigen Passagen für Abwechslung sorgen. Als Szenenreferenz kann man schon mal an "White Chapel" denken die auch dieses Jahr ihren neuen Longplayer auf den Markt bringen. An den Kesseln regiert selbstverständlich der Blastbeat und die hohe Anschlagzahl der Doublebass. Auch Sänger Scott überzeugt durchweg, der schreit sich nämlich die Seele aus dem Leib. Im stetigen Wechsel zwischen Gekreische und Gegröle kommt da das Wortspiel "Vokills" sehr passend. Zum Vergleich mit dem Erstwerk drücken Sie hier und da noch einen Tick mehr aufs Gaspedal, wobei auf eine kleine Verschnaufpause wie bei dem Song "Dead In My Eyes" (beim Vorgänger) verzichtet wird. Braucht man ja auch nicht. Die Lieder gehen gut ins Ohr und man tut sich schwer ein Favorit herauszupicken, wobei sich gewisse Strukturen notgezwungen wiederholen und man des Öfteren auf altbewehrtes Prinzip gesetzt hat. Das wiederum geht völlig in Ordnung da die druckvolle Produktion des Albums über diesen kleinen Punkt hinweg sehen lässt. Im Übrigen kommt das neue Material sehr gelegen, man sehe sich nur den Terminkalender der fünf Henker an, der ist nämlich bis Ende November fast jeden Tag ausgebucht. Fleißig wie die Todesbienchen. (hs)




