Time Has Come - White Fuzz
THC? Nein, nein… heute reden wir mal nicht über bewusstseinsverändernde Wirkstoffe sondern über die Hamburger Combo Time Has Come. Nach einer Split-CD und EP, kommt nun auch ihr erster Longplayer unter die Massen. „White Fuzz“ heißt das Schlachtwerk und dieses hat es wie auch ihre Live-Auftritte in sich. Munter vermischt zwischen Death-, Grind- und Hardcore, gepaart mit Math-Elementen sowie einem guten Schuss Brutalität und Chaos, findet man auf den zehn Tracks jede Menge Ausflüge in verschiedene Musikrichtungen. Da merkt man schnell dass die Jungens sich nicht in irgendwelche Schubladen stecken lassen. Stampfend mit vielen Blastbeats und durchgezogenen Metalcore-Gitarren, gibt es einen Break und Tempowechsel nach dem anderen. Anfängliche Verwirrung ist da schon mal vorprogrammiert und der Hörer braucht zwei bis drei Durchläufe um in die Platte reinzukommen. Für ein wenig Entspannung sorgen da die zwei Instrumentals „Elevator To Prypiat“ und „The White Fuzz“. Zu bemängeln ist das oftmals monotone Hardcore-Gebrüll von Sänger Marcel Detels. Mehr Abwechslung wäre da wünschenswert gewesen - schade. Des weiteren kommen anfangs Teile der Songs recht langwierig rüber und hätten es auch einen Tick kürzer getan. Im Großen und Ganzen ist das Album technisch brillant, harte Kost für Liebhaber der extremen Sparte. Bei Hörern anderen Musikbereiche wird es aber wohl kaum Anklang finden. (JS)




