Murdock - Silence
Murdock aus Neuss versuchen sich auf ihrem Debüt Album eine eigene musikalische Nische zu schaffen. Mit dem Genremix aus modernem Metal und Screamo und der unkonventionellen Herangehensweise gelingt ihnen das sogar ein Stück weit. Zwar wird hier das Rad definitiv nicht neu erfunden, die Band klingt aber durchaus eigenständig und hebt sich klanglich deutlich von ähnlich gelagerten Bands ab. Dies gelingt der Truppe hauptsächlich durch ungewöhnliche Arrangements und clevere Genresprünge. Die Hauptzutaten sind heftiges Schlagzeuggeballer und thrashige Riffing, die durch Melodien und ruhige, entspannte Momente ergänzt werden. Die Vocals wechseln immer wieder von derbem Geschrei zu klarem Gesang. Shouter Andreas verfügt, vom technischen Standpunkt her gesehen über eine passable Stimme und auch der Rest der Band versteht sein Handwerk. Trotz all dieser positiven Aspekte will der Funke von Silence aber nicht so recht überspringen. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die guten Ideen der Band oft nur zweitklassig ausgeführt werden. So fehlt oft das richtige Feeling in den Melodien aber auch in den heftigen Parts. Die Gitarrenarbeit wirkt oft uninspiriert und bedient sich viel zu oft an schwachen Riffs. Ähnlich verhält es sich mit den Vocals, obwohl die Stimme an sich gut ist, strahlt sie zu keiner Zeit Charisma und tieferes Feeling aus. So verfehlt Murdock leider das Klassenziel und machen zwar mit ihrem Debüt klar, dass sie eine Band mit Potential sind, dies aber bei weitem noch nicht ausschöpfen konnten. (rg)




