Demetra Sine Die - Council From Kaos
Die oben genannte Genrebezeichnung Alternative Dark Metal ist so dem beiliegenden Info entnommen und ist zumindest mal nicht völlig daneben gegriffen. Schon eher daneben ist der im Info bemühte Vergleich zu Acts wie Tool, Katatonia, Neurosis, Porcupine Tree und Anathema. Deren Spuren kann man im Material zwar durchaus erkennen, aber da hat sich jemand keinesfalls einen Sparringpartner auf demselben Trainingslevel gesucht. Am offensichtlichsten wird das bei Sänger Marco Paddeu, der zudem auch noch die Gitarre bedient. Sein Gesang ist nicht wirklich schlecht, aber eben auch kaum emotional, charakteristisch oder gar einzigartig - und über die Distanz von einer guten Dreiviertelstunde unterm Strich auch deutlich zu dünn. Auch der Sound ist weit davon entfernt zu überzeugen, besonders das Schlagzeug entwickelt viel zu wenig Wucht. Hinzu kommt, dass man auch von den Kompositionen und Arrangements zu sehr den Idolen nacheifert, der Opener "Blood And Water" schreit über knapp sieben Minuten Spielzeit "Tool!Tool!Tool!" und er bleibt leider auch nicht der einzige. Die nackten Brüste sollten heutzutage auch niemand mehr zu gesteigerter Aufmerksamkeit verleiten und so seh ich eher schwarz für das Trio aus Genua. (tj)




