Bubonix - Capsaicin
Wie jetzt? Erst dauert es satte 13 Jahre bis die eigensinnigen Limburger DIY-Punks sich überzeugen lassen dann doch endlich ihr Debut aufzunehmen und dann legen sie ein gutes Jahr später schon nach? Da hat wohl jemand Blut geleckt und ist auf den Geschmack gekommen. "Capsaicin" ist glücklicherweise alles andere als ein Schnellschuss geworden und bietet streckenweise schwer fassbaren Sound zwischen Hardcore, Punk, Indierock und auch etwas Elektro - dank erneuter produktionstechnischer Schützenhilfe von Kurt Ebenhäuser (Blackmail u.a.) kommt es aber nicht zu allzu großen Brüchen. Ganz im Gegenteil, u.a. "Melting Car" hat einen riesigen Refrain und wiegt einen wunderschön in melodischer Sicherheit bevor einem dann das wütende "Schlagbolzen" fast einen solchen ins Hirn presst. Das wird derbst auf deutsch gekreischt, man hat das Gefühl als ob die Sänger einem auf den Schoß springen und nur Zentimeter von der Nase entfernt geifernd ins Gesicht brüllen. Ein würdiger Nachfolger, schade nur, dass das Artwork nicht annähern mit dem des Debuts mithalten kann. Aus dem Albumtitel (kuckst Du Wikipedia!), hätte man bestimmt was Kreativeres zimmern können. Das Album beweist eindrucksvoll, dass das Debut eben nicht das beste versammelte Material aus dreizehn Jahren war. Die Band scheint vor Ideen und Energie zu sprühen und vor allem live noch mal einen drauf setzen. (tj)




