Venomous Concept - Poisoned Apple
Das Cover der zweiten Platte von Venomous Concept zeigt rosa Häschen. Missverständnisse über den Sound der Truppe kommen jedoch angesichts der Tatsache, dass die Häschen von einem Atompilz zerfetzt und verstümmelt sind jedoch kaum auf. Bei Venomous Concept handelt es sich um einer weitere All-Star Truppe, diesmal aus dem Grindcore Umfeld. Shane Embury und Danny Herrea von Napalm Death, Kevin Sharp von Brutal Truth und Danny Lilker ebenfalls von Brutal Truth und Nuclear Assault schlagen hier alles andere als versöhnlich Töne an. Wie bereits auf ihrem 2004er Debüt, das über Mike Pattons Ipecac Label erschien, wird hier derber, tief im Punk und Hardcore verwurzelter, Grindcore geboten. Die Band geht keinerlei Kompromisse ein und lärmt entsprechend heftig. Die Gitarrenarbeit von Embury ist sehr simpel auf den Punkt gespielt und besteht weitgehendstes aus schrammeligen Punkriffs. Die Drums von Herrea donnern beständig, die Basslinien von Lilker unterfüttern den Sound und Shouter Sharp keift, grunzt und schreit was das Zeug hält. Gewisse Parallelen zu Napalm Death sind zwar aufgrund der stilistisch doch deutlich reduzierteren Ausrichtung zwar nicht vordergründig, aber dennoch deutlich vorhanden. Die Songs knallen gerade wegen ihrer Kürze und Direktheit und der düstere, scheppernde Sound unterstreicht zusätzlich für den ungeschliffenen Charakter der Band. "Poisoned Apple" ist definitiv kein verkopftes bis ins letzte Detail ausgefeilte Album, sondern das Ergebnis einer Zusammenarbeit von vier Freunden die ihrer gemeinsamen Vorliebe für derben Punk/Hardcore und Grindcore föhnen. Genau das macht den ehrlichen Charme der Platte aus. Wer auf Sound dieser Art steht macht hier sicherlich nichts falsch. (rg)




