Anarcotici - Iride
Das Cover des Anarcotici Debuts "Iride" verspricht ja schon mal eine interessante Scheibe. Das Gesicht eines Blut weinenden Mädchens. Leider kann das Darauf enthaltene Liedgut diesem ersten Eindruck nicht unbedingt gerecht werden. Das Riffing ist im Großen und Ganzen recht tight, der Sound hingegen sehr matschig. Charakterlich fischt man hier in einer Mischung aus Melancholie und Aggression, wobei zweitere eher etwas untergeht. Die Songs sind für Hardcore-Verhältnisse eher etwas zu langsam und können dadurch nicht den Druck erzeugen, den man sich vielleicht gewünscht hätte. Wirkliche Highlights gibt es auf "Iride" nicht. Die insgesamt 12 Songs wirken doch sehr monoton - also nichts mit Abwechslung und Spannungskurve etc. Soweit würden wir uns bewertungstechnisch noch im guten Mittelfeld befinden, die Sangeskünste Paolos, seines Zeichens Sänger bei Anarcotici, sind aber der Grund für einen weiteren deutlichen Punkteabzug. Selten habe ich etwas so klägliches gehört. Und jetzt sag mir bloß keiner, dass man hiermit etwas anderes als Unvermögen ausdrücken will. Über das gesamte Album hin präsentiert sich dieser Zeitgenosse gänzlich unflexibel und langweilig. Wer sich "Iride" einmal auszugsweise anhören will ist hier richtig - http://www.myspace.com/anarcotici (jb)




