Animal Alpha - Pheromones
Moderne Rocktöne mit weiblicher Augenweide am Mikro, aber halt! Bevor hier jetzt gleich alle abwinken oder gar nicht weiterlesen: diese Band sollte man auf jeden Fall abchecken, denn sie stechen aus der Masse ähnlich gelagerter Bands deutlich heraus. Und das liegt eindeutig an Sängerin Agnete Maria Kjolsrud. Denn etwas derart abgedrehtes hat man lange nicht mehr gehört, die Frau vereint gleich mehrere Persönlichkeiten in sich und erinnert gesanglich an eine Mischung aus Kate Bush, Gwen Stefani und Nina Hagen. Sie setzt ihre Stimme aber eher ein wie Serj Tankian von System Of A Down oder gar Mike Patton von den verblichenen Faith No More, da ist von theatralischem Flüstern, Kreischen, Röcheln bis zum Sprechgesang alles dabei. Natürlich überzeugt auch und besonders die "normale" Singstimme. Hinzu kommt ein sehr extrovertiertes Auftreten, in der Summe also ein Hauptgewinn für jede Band. Ach ja, die Band, die braucht sich auch nicht zu verstecken. Ihre Musiker bereiten ihr eine solide Bühne aus fetten, straighten Riffs und mitreißenden Grooves, die den Zuhörer nicht überfordern und klar auf Eingängigkeit hin gebürstet sind. Auch auf Produktionsseite hat man sich für "vom Feinsten" entschieden und mit Sylvia Massy Shivy (u.a. Smashing Pumpkins und Red Hot Chili Peppers) quasi eine Hitgarantie ins Boot geholt. Die titelgebenden Lockstoffe werden also massig versprüht, alleine halten sie nicht über die ganze Albumlänge vor, gegen Schluss geht dem Album etwas die Puste aus, Hits wie "Catch Me", "Billy Bob Jackson" oder auch "Bundy" rechtfertigen aber alleine schon den Kauf. (tj)




