Mother Misery - All Eyes On You
Wow, ich wette, dass fast kein Review zu diesem Album ohne die Erwähnung von Soundgarden oder zumindest Chris Cornell auskommen wird. Und wer das zweite Soloalbum von Ex-Klanggarten und Audiosklaven Cornell auch nur eher so mau plätschernd fand, der sollte sich mal schnell den Namen John Hermansen und seine Band Mother Misery auf den Zettel schreiben. Wem der Name des Goldkehlchens gar bekannt vorkommt, der hat wohl ein Faible für schwedischen Stonerrock, u.a. singt der Mann nämlich auch noch bei The Awesome Machine und Greenleaf. Die elf Songs in einer Dreiviertelstunde auf "All Eyes On You" summieren sich zu einem sehr starken Album, das ab und an auch an Dave Wyndorf und Monster Magnet denken lässt, jedoch keinesfalls kopiert sondern massig Hits (wie beispielsweise dem Opener "I Got It Now" und "I Will Never Learn") beinhaltet und diese auch noch im adäquaten organischen Sound präsentiert. Ein starkes Album ohne Ausfälle. Schade, dass das Cover so unscheinbar geraten ist, in Kombination mit dem relativ kleinen Label wird die Band wohl nur schwer über Geheimtippstatus hinauskommen. (tj)




