American Dog - Hard
American Dog sind auch in Europa keinesfalls Unbekannte, acht (!) Touren in der "alten Welt" sprechen da eine deutliche Sprache. "Hard" ist das sechste Album des Trios und schlägt stilistisch in die allerselbe Kerbe wie schon die Vorgänger: Rotzrock oder auch Bluesrock. Los geht der Reigen mit dem ca. 90 sekündigen Instrumental "Bock", den schießen sie damit zwar (noch) nicht ab, aber es kommt auch nicht gerade - man verzeihe mir die Plattitüde - Bock auf Rock auf. Songtexte wie etwa "Sometimes You Eat The Pussy, Sometimes The Pussy Eats You" entbehren zwar nicht einer gewissen philosophischen Sichtweise, begeistern aber auch in keinster Weise, aber die Herren leben das Klischee eben en detail aus. Ein Dutzend Songs in 42 Minuten, in feinem, authentischen Sound gehalten und wohl live eingespielt, bekommt der geneigte Hörer also fürs Geld. Das abschließende "Magnificient Bastard" fällt nicht nur durch eine Songlänge von fast sechs Minuten aus dem Rahmen, sondern auch durch den Einsatz von Keyboards, was den Song deutlich interessanter gestaltet als die vorherigen Bluesrocker. Unterm Strich langweilig, deutlich nicht meine Tasse von Tee und ich würde doch meinen, dass selbst DieHard-Fans des Genres da lieber zu Szenegrößen wie AC/DC greifen. (tj)




