3 - The End Is Begun
Schon "Wake Pig", das letzte Album der Band aus dem Jahre 2004 (bei uns erst im Januar letzten Jahres veröffentlicht), war eine absolute Überraschung. Auch und vor allem wegen des Lables, auf dem es erschien. Progrock ist nämlich nun wirklich nur mit der Lupe auf der Metal Blade-Fahne zu finden (erinnert sich noch jemand an die genialen aber kolossal missachteten Thought Industry?). "The End Is Begun" ist erneut ein gutes Album, das einen aber nur an seiner Klasse teilhaben läst, wenn man zunächst mal investiert. Einerseits erst mal ne Menge Zeit, denn nach dem ersten Hören hat man nicht gerade alle 14 Songs sofort auf der Hitliste. Andererseits sollte man auch ordentlich Weitsicht dank großem eignen Horizont mitbringen, denn streckenweise klingen die Songs nach Queen oder gar Emerson, Lake & Palmer und anderen 70ies Größen. Beim Titelsong kriegt man es dann zudem noch mit dramatischen spanischen Gitarren zu tun, die Songstrukturen sind gerne mal genial-versponnen, verwunderlich dabei: bis auf einen fast achtminütigen Track überschreiten die Songs fast nie die Vierminuten-Grenze! Streckenweise klingen sie auch wieder stark nach Coheed And Cambria ("All That Remains"). Ein vielfarbig schimmerndes Werk, das einen immer wieder überrascht und fesselt, dem eine gewisse Straffung aber wohl auch gutgetan hätte: fast eine ganze Stunde Spielzeit ist dann doch vielleicht zu viel des Guten. Sänger Joey Eppard und auch sein Gitarrist Billy Riker sind aber definitv herausragende Könner in ihrem Metier. Und auch die Rhythmusfraktion darf die Brust mit Stolz schwellen lassen, einer der Hits des Albums "My Divided Falling", fusst ganz stark auf ihrem Können. (tj)




