108 - A New Beat From A Dead Heart
Mal ehrlich, wie könnte ein Comeback Album besser betitelt werden wie dieses? Die Krishnacore Band 108 veröffentlichen mit dieser Platte ihr erstes Album seit gut zehn Jahren. Wer jetzt aber den halbherzigen Versuch alter Herren erwartet ein Stückchen vom derzeit kommerziell florierenden Hardcore Kuchen abzubekommen wird sich wundern. 108 haben seit jeher zu den cleveren Bands gezählt, die innovativ klingen und mit ihren intelligenten Texten zum Nachdenken anregen. Genau dafür steht die Band auch heute noch. 108 sind heute so relevant wie eh und je und schaffen es heute wie damals mühelos im gleichgeschalteten Hardcore Sound frische Akzente zu setzen. Ihr absolut zeitgemäßer New-School Sound klingt extrem düster und absolut angepisst. Gleichzeitig aber sehr smart. Die Songs sind clever arrangiert, warten mit allerlei interessanten Riffs und Melodien auf und reißen den Hörer sofort mit. Der getragene Spoken-Word Song "The Sad Truth" sorgt für Gänsehaut, während Smasher wie "Redemption Song" oder "Angel Strike Man" dem Hörer amtlich die Fresse polieren. Unerwartet verspielt melodisch und mit entspanntem Jazz Feeling ausgestattet überraschen 108 mit "We Walk Through Walls". Veredelt wurde der Sound von Converge Gitarrist Kurt Ballou. "A New Beat From A Dead Heart" ist nach der neuen Damnation A.D. schon das zweite Comeback Album einer wichtigen Szene Band das sich gewaschen hat. Toll. (rg)




