La Fa Connected - Urban
Und nach dEFDUMp weiter oben gleich die nächste Band aus Luxemburg für meinen weißen Fleck auf der Musiklandkarte. Witzigerweise finden sich in den Reihen von La Fa Connected sogar Ex-Musiker von dEFDUMp - und zudem noch Mucker von Actarus, Spyglass und Tiger Fernandez. Ihr vorliegendes Debut ist bereits im April erschienen, präsentiert sich als ausgewachsener Longplayer und wartet mit neun Eigenkompositionen und einem Zwischenspiel ("Islandic Winter") aus fremder Feder auf. Über die gesamte Albumdistanz präsentiert sich der Vierer als im Postcore verwurzelt, ab und an klingen At The Drive-In an und auf Gitarrenseite fand ich besonders die dezenten Verweise in Richtung Dinosaur Jr. cool. Das absolute Highlight, das abschließende "The Rules Of Attraction", hat sich die Band rätselhafter Weise bis ganz zum Schluß aufgespart, aber das Warten lohnt sich, ein herrlich lockerer Indierocker, der auch prima zum gegenwärtigen Sommer passt! Die Band scheut sich auch nicht die ein oder andere poppige Passage einzuflechten, das kippt aber nicht ins Kitschige und unterm Strich gibts ein sehr harmonisches Gesamtbild. In das passt sich auch das sehr gelungene Artwork ein, wobei man von graphischer Seite und vom Albumtitel her wohl eher auf irgendein Elektroprojekt mit Beats getippt hätte. Einziges Wehrmutshäkchen ist der Gesang von Simone Ramos. Nicht dass der schlecht wäre, streckenweise wirkt er aber doch etwas unsicher bzw. angestrengt und somit anstrengend. Wie man an der Wertung sieht, fällt das aber nicht allzu negativ ins Gewicht. (tj)




