Convergence - Points Of View
Wohl schon im Juli letzten Jahres veröffentlicht, landet die Promo erst jetzt auf meinem Schreibtisch. Wobei es im Prinzip weniger Monate denn Jahre sind, die das Problem dieser Veröffentlichung markieren. Vor zehn Jahren hätte mich das Album vielleicht noch begeistert, heute ist New Metal definitiv durch und selbst ehemals richtig große Bands des Genres haben sich entweder stilistisch verändert oder backen kleinere Brötchen. Der Opener "Bleed" kommt also mit ordentlich tiefergestimmten Gitarren, viel Rhythmusgeriffe und fiesem Psychogesang im Wechsel mit melodischen Passagen. Witzigerweise erinnert mich Sänger Alessandro Palladini in den melodischen Passagen manchmal etwas an die Farmer Boys, der Mann kann also wirklich singen, schade nur, dass die italienische Band musikalisch so unkreativ daherkommt. Zum leicht irritierenden Eindruck trägt auch der merkwürdige Sound bzw. die Produktion bei, den Bass hört man z.B. über weite Strecken kaum, bei "Strike The End" fängt er dann ohne Sinn und Not plötzlich an wild rumzuslappen... Und der Drummer zeigt sich über weite Strecken leider als recht einfallslos. Schade auch, das gelungene Coverartwork ließ besseres erwarten... (tj)




