Movies With Heroes - Nothing Here Is Perfect
Movies With Heros haben nicht nur einen Namen wie aus dem Emo-Lehrbuch, auch stilistisch sind sie ein Paradebeispiel für die Sparte. Irgendwo zwischen Further Seems Forever und Dashboard Confessional mit einem Hauch Coldplay und frühen Taking Back Sunday tischen die Jungs rockende Schmachtfetzen auf. Dabei geht die Band mal sanft, mal fordernd meist aber recht verspielt aber dennoch zielgerichtet zu Werke. Die Darbietung der Amis ist also definitiv nichts Neues mehr, aber dennoch absolut hörenswert. Die Band kann durch ausgefeiltes Songwriting glänzen. Die Songs beinhalten reichlich schöne Melodien, geschickte Spannungsbögen und das richtige Maß an Tiefgang. Wie so oft bei Emobands steht und fällt das Album aber mit der Leistung des Sängers. Dieser macht bei Movies With Heroes rein gar nichts falsch. Er überzeugt durch eine variable und sehr charismatische Stimme die nicht selten unter die Haut geht. Zudem hat die Band ihre Songs mit reichlich eingängigen Refrains gewürzt. Songs wie der Opener "Wake Up" oder "Ink" bekommt man nur schwer wieder aus dem Ohr. Wäre die Platte ein paar Jahre früher gekommen, hätte sie zweifelsfrei das Zeug zum Genreklassiker gehabt. Leider ist die Band etwas spät dran und da man viele der Arrangements so oder so ähnlich schon gehört hat klappt es damit nicht mehr. Trotzdem ist "Nothing Here Is Perfect" immerhin noch eine sehr solide Scheibe geworden die sicherlich ihre Anhänger finden wird. (rg)




