Forlorn Suffering - Black Incisions
Die autralischen Forlorn Suffering legen mit „Black Incisions“ ein recht starkes Debut hin. Nach Bandinfo versucht man, Elemente aus Death-, Black- und Doom-Metal zu kombinieren. Als Haupteinflüsse werden unter anderem Dark Tranquillity, Theatre of Tragedy und Cradle of Filth genannt. Der Opener und Titeltrack „Black Incisions“ greift gleich zu Beginn in die Vollen. Eine von Hass erfüllte Stimme, die im Verlauf des Albums des Öfteren an Dani Filth erinnert, springt den Hörer ohne Vorwarnung nach schönster Black-Metal Manier an. Doch schnell erinnern Forlorn Suffering an frühere Graveworm Alben, und die anfangs überschwängliche Aggression wandelt sich in verzweifeltes Wehklagen. Ist ja auch ganz nett. Höchstwahrscheinlich ist man bei Forlorn Suffering trotz des bereits achtjährigen Bandbestehens noch auf der Suche nach der finalen Musikausrichtung. Allgemein bekommt man den Eindruck, dass nicht viel von den Doom- und Death-Metal Einflüssen vorarbeitet wurde, bewegt man sich doch eher in Mid-Tempo-Gefilden und spart sich den Turbo auf (vielleicht fürs nächste Album???). Auch der Keyboardanteil ist, vor allem bei dem Überlängensong „Into endless dream“, immens hoch. So lässt sich „Black Incision“ wohl am ehesten als Mischung aus Gothic- und etwas entschärften Black-Metal-Vocals einordnen. Für Fans von Graveworm und Tristania ein interessantes Album. Für alle Verfechter des Hochgeschwindigkeitswahnsinns ist hier eher abzuraten. (jb)




