Doom Day - Count Your Useless Hours
Mit Doom Day geht eine neue All-Star Band an den Start. Die Stardichte ist zwar nicht so groß wie es beispielsweise bei Icepick der Fall ist, dafür ist die Zusammenstellung unerwarteter und vor allem musikalisch weniger voraussagbar. Die Kernband von Doom Day bilden Gizz Butt, seines Zeichens Gitarrist von The More I See und ehemaliges Mitglied der Punk-Legende English Dogs. Weiterhin dürfte er einigen als ehemaliger Tour-Gitarrist von The Prodigy in Erinnerung sein. An den Drums betätigt sich Robin Guy, der seine Dienste bereits bei Bruce Dickinson und The Business geleistet hat. Den Bass bedient der Berliner Türke Volkan Audiocleaner von Devil Inside und hinter dem Mikro steht Alexander Parvanov (ex-Vendetta) aus Sofia. Eine bunt zusammen gewürfelte Truppe also. Dazu hat sich die Band für das Album allerlei Gastsänger eingeladen. So treten u.a. Mitgleider von Rykers, Sworn Enemy, 100 Demons, 25 Ta Life und Hate Squad zumeist am Mikro in Erscheinung. Stilistisch bietet die Band das volle Hardcore Brett, wobei aufgrund der Tatsache, dass Gizz Butt ausschließlich für das Songwriting verantwortlich ist, die Songs sehr rockig ausgefallen sind. So werden kernige Metal und Rock Riffs mit straightem Punk Geschrammel gepaart und auch das eine oder andere Solo darf natürlich nicht fehlen. Die Songs klingen so erfreulich anders als das was man an jeder Ecke als 0815-Hardcore geboten bekommt. Die wirklich großen Momente fehlen aber. Shouter Alexander wird dem soliden Niveau der Gitarrenfraktion leider nicht gerecht, da sein stumpfes Gebrüll ziemlich unartikuliert und Blutleer erscheint. Auch die Gastsänger können das nicht mehr kitten und so fällt „Count Your Useless Hours“ eher schwach aus. Schade eigentlich, die Zusammenstellung der Musiker schien interessant zu sein. (rg)




