The Beauty Of Gemina - Diary Of A Lost
Die Schweizer, ein lustiges Völkchen. Nicht nur mit ihrem Bankgeheimnis haben sie es sehr eigen auch musikalisch läuft da einiges anders. Zumindest bei Mastermind Michael Sele und seiner Band The Beauty Of Gemina. Ich kenne einige Bands, die Elemente von EBM, Industrial, Gothic, Pop und meinetwegen Techno in sich vereinen, bei den anderen Bands vermischt sich das aber in den Songs, beim Trio The Beauty Of Gemina kann es schon mal sein, dass auf einen relativ puren EBM-Song ein straighter Gothicrocker folgt, auch mal ein neuer Ansatz, mit Elan mitten zwischen die Stühle, mutig und somit schon mal prinzipiell sympathisch. Man hört den Songs das liebevolle Arrangieren und langjährige Songwriter-Erfahrung an, Komplexität, stellenweise gar Episches paart sich gekonnt mit eingängigen, auf den Punkt gestrickten Refrains; Langeweile sucht man hier, bis auf den ein oder anderen Füller, die man sich bei 13 Songs und fast 70 Minuten Spielzeit an sich locker hätte sparen können, vergebens. Die Vocals von Michael Sele erinnern mich an eine Düster-Ausgabe von Dave Gahan und passen somit perfekt zu den Songs, wenn auch sein Englisch etwas „eigenwillig“ in der Aussprache ist. Als Anspieltipp zücke ich hier mal „Hunters“. (tj)




