Hearse - In these veins
Hearse, die neue Formation um ex-ARCH ENEMY-Frontbrüller Johan Liva, liefern mit ihrem vierten Album „In these veins“ einen wahren Nackenbrecher ab. Für den Mix und die Produktion konnte kein geringerer als Dan Swanö, der schon für Opeth, Edge of Sanity und Bloodbath am Mischpult saß, gewonnen werden. Meine Herren, das hat sich gelohnt!! Dieses Album strotzt nur so von Kraft und Brutalität. Hearse verstehen es gekonnt unterschiedlichste Stilrichtungen extremer Musik zu kombinieren und doch absolut eigenständig zu klingen. Der Gesang von Johan Liva stellt sich als extrem Variabel dar. Bestes Beispiel und mein persönlicher Anspieltipp ist „Intoxication“ in dem man glatt auf die Idee kommen könnte, Dave Mustain hätte auf einen kleinen Besuch vorbei geschaut. Bei „Crusade“ ist erstmals die gesangliche Verbindung zu Arch Enemy hörbar, was nur noch die Vielseitigkeit Johan Livas unterstreicht. Trotz des durchweg hohen Tempos spielen Hearse technisch 100%ig präzise. Den Songs wird mit durchdachten und sehr gekonnt platzierten Breaks noch mehr Druck verliehen. Man verstrickt sich zwar nicht in virtuoser Progressivität, weiß aber auf der ganzen Linie zu überzeugen. Hearse sprühen nur so vor Spielfreude, und jeder, der sich für extreme Musik begeistern kann, macht bei Hearse nichts falsch. (jb)




