Forest Silence - Philosophy Of Winter
Fünf Songs deuten eigentlich eher in Richtung EP, die 35 Minuten Spielzeit sprechen wiederum für ein Album. Seis drum, stilistisch fühle ich mich ohnehin nicht so wirklich berufen hier ein Urteil abzugeben, aber ich versuchs trotzdem mal. Fangen wir mit den Fakten an, die Band kommt aus Ungarn und auch wenn man in den letzten Jahren mit beispielsweise Ektomorf oder Superbutt hier und da auf Magyarenmetal gestoßen ist, kann man wohl noch nicht wirklich von einer Ungarnmetal-Welle sprechen. Forest Silence sind ein Side-Porject der ungarischen Black Metal-Band Nr. 1 Sear Bliss und bezeichnen ihren Sound selbst als „Sublime Dark Winter Music“ was gar nicht mal so unpassend ist. Alle ihre bisherigen Veröffentlichungen tragen dann auch das Wort Winter im Titel. Beim Hören der Songs kann man sich in der Tat prima graue Landschaften und mit dem derben Wetter kämpfende entkräftete Menschen, die sich durch Eis und Schnee kämpfen vorstellen. Atmosphäre wird groß geschrieben, das Tempo ist schon fast doomlike-schleppend und zieht nur selten etwas an, recht einfacher und unspektakulärer Songaufbau, flächige Keyboards tun ein übriges und der Sänger grollt sich ohne Höhepunkte durch die Songs. Das Info spricht von sechs Songs, auf der Promo-CD sind aber nur fünf – ich habs verschmerzen können. Sehr cool auch das Promofoto auf der Rückseite: zwei posende, schwarz-weiß geschminkte, langhaarige Gestalten im winterlichen Wald. Mit langen Ledermänteln. Und Äxte haben sie in der Hand. Da war aber jemand kreativ! (tj)




