Animosity - Empires
Tokio Hotel mal anders. Die Jungs von Animosity aus San Francisco gründeten die alles andere als zahme Band vor fünf Jahren im zarten alter von 14 und 15. Heute sind die Bandmitglieder knapp 20 und veröffentlichen mit „Empires“ bereits ihr zweites Album. Stilistisch bieten die Jungspunde eine moderne und sehr technische Mischung aus Death-Metal und Chaoscore der allerbrutalsten Sorte. Auf technisch sehr hohem Niveau schickt die Band sich an uns die Köpfe abzuschrauben. Maschinengewehrartige Schlagzeugsalven treffen auf schräge aber messerscharfe Killerriffs. Dazu grunzt Frontmann Leo Miller ziemlich böse. Die Songs sind sehr abwechslungsreich arrangiert und bieten vom pfeilschnellen Blastbeats über groovendes Mid-Tempo bis hin zu schleppenden Slow-Motion Parts die ganze Bandbreite. Scheinbar können sich die Jungs aber nicht entscheiden und wechseln so schnell zwischen den Tempi hin und her, dass es nur schwer zu verdauen ist. Die Songs sind extrem voll gepackt mit zugegeben oft wirklich starken Ideen. Viel zu oft kommt der Band aber der rote Faden abhanden. So bleibt beim hören „Empires“ kaum etwas hängen und man fühlt sich danach wie vom Zug gestreift. Vermutlich aber ist genau das der Effekt den die Band erzielen wollte und somit kann man nur gratulieren. Wem Musik kaum extrem genug sein kann wird in diesem Album vermutlich sein Glück finden. (rg)




