Nick Oliveri And The Mondo Generator - Dead Planet: SonicSlowMotionTrail
Man versuche sich vorzustellen, wie Herr Olivieri drauf sein muss, wenn ihn jemand wie Josh Homme, der selbst alles andere als ein Kostverächter ist, aus der Band schmeisst… Und an diesem QOTSA-Rausschmiss hat „Ich zieh auch gerne mal blank“-Nick nach wie vor offensichtlich ordentlich zu knabbern, jedenfalls wird er nicht müde immer wieder mal die ein oder andere Spitze in Richtung seines ehemaligen Bandleaders abzulassen. Wie auch immer, sein neues Album unter dem Mondo Generator-Banner rockt, Olivieris Geschrei, das oft auch die (Schmerz-)Grenze zum Gekreisch überschreitet, bleibt Geschmackssache, aber die 14 Songs in knapp 50 Minuten haben immer ordentlich Pfeffer im Arsch. Zu Stoner-Riffs gesellen sich auch psychedelische Passagen und alles in allem haftet der ganzen Chose ordentlich Dreck an – und das ist gut so. Unterm Strich ist das, erst recht wenn man seine ehemaligen „Arbeitsplätze“ kenn, nichts wirklich neues, aber es ist zu jeder Zeit authentisch und inbrünstig. Neben dem Bass und dem Gesangsmikro war auch die Gitarre nicht sicher vor Nick, aufgenommen wurde größtenteils in Dave Grohls 606 Studio und zudem gaben sich hier und da illustre Gäste die Klinke in die Hand, u.a. Ex-Kyuss-Schlagzeuger Alfredo Hernandez. Dem letzten QOTSA-Album mindestens ebenbürtig, kommt aber an gemeinsame Meisterwerke wie etwa „Songs For The Deaf“ nicht ran. (tj)




