Non Toccate Miranda - The 7 Obstructions
Italien ist musikmäßig nicht halb so tot wie ich das lange Jahre dachte. Klar, Lacuna Coil kennt jeder, bei den meisten ists da dann aber auch schon vorbei mit der Kenntnis der Szene. Nachdem ja kürzlich bereits The Orange Man Theory bei mir punkten konnten, agieren nun auch Non Toccate Miranda sehr gelungen und verdienen es auch bei uns gehört zu werden. Abgesehen von einem wirklich sehr putzigen Akzent bei ihren englischen Texten (man singt noch nicht so lange englische Texte), gehen sie sehr abwechslungsreich ans Werk, überraschen ständig mit unerwarteten Wechseln, mal ins Derbe Gebolze, dann aber auch wieder in wunderbar, fast schon sphärisch-melodische Passagen. An der Soundqualität könnte man noch arbeiten, aber die Band steht ja auch eben erst am Anfang. Das Album ist ein Konzeptwerk und ist an „The 5 Obstructions“ vom dänischen Regisseur Lars Von Trier angelehnt. Man schaut also durchaus auch über den Tellerrand und das bezieht sich nicht nur auf die filmischen Vorlieben, sondern spiegelt sich auch im Tourleben der Band wieder. Das führte sie nämlich auch schon durch Bosnien-Herzegowina und Kroatien, wo die Band viele Einblicke in die dortige Kultur, Religion und Geschichte bekam. (tj)




