Eat No Fish - Make It Home
Die Fischverweigerer waren eine Zeit lang mal ganz dick mit dabei. Zu der Zeit war ihr Sound dank Bands wie Skunk Anansie und den Guano Apes sehr populär, sie waren zur rechten Zeit am rechten Ort und schwammen mit zwei Alben beim Major Virgin oben mit. Große Touren, Festivals, Radio- und TV-Präsenz gehörten zum Alltag der Band bevor 2001 dann der Bruch kam, Gitarrist Lars verliess die Band. Ganze fünf Jahre später tauchen sie mit „Make It Home“ wieder auf und schicken sich nun an herauszufinden, ob sie zu lange weg waren, oder ob da noch Fans harren. Die Fans mögen ja harren, aber mir scheint der Zug einfach abgefahren. Skunk Anansie und die Guano Apes sind nicht mehr und ähnlich gelagerte Bands wie z.B. Die Happy touren zwar noch fleißig, passieren aber kaum noch in den Medien. Und trotzdem die Vorzeichen eigentlich gut stehen (Sound/Produktion ist sehr gut, Eingängigkeit wird groß geschrieben und auch optisch muss man sich nicht verstecken) langt es unterm Strich wohl nicht für den großen Wurf. Schon das Riff von „Until You´re Mine“ klingt verdächtig nach Filter, was an sich ja auch nicht der schlechteste Orientierungspunkt ist, aber bei Filter kommt zum griffigen Riffing eben brillante Melodiearbeit und zündende Arrangements. Und da fehlts bei den Wahlhamburgern eben. Das ist alles ambitioniert und gefällig, aber Sängerin Maria kann sich nicht als eigene Nummer etablieren und auch die Band sucht nach Identität. (tj)




