Jeff Walker und die Flüffers - Welcome To Carcass Cuntry
Jeff Walker dürfte einigen noch als ehemaliger Frontmann von Carcass bekannt sein. Seit der Auflösung der Grindcore Kings aus Liverpool ist es relativ still um Walker geworden, mal angesehen von einem Gastauftritt auf dem letzten Napalm Death Album war nicht viel zu hören. Jetzt veröffentlicht er aber über sein eigenes Label seine erste Soloplatte. Dabei handelt es sich um Coverversionen bekannter Country Künstler wie Johnny Cash, Hank Williams, Skeeter Davis, Connie Smith oder John Denver. Unterstützt wird er dabei von allerlei Death-Metal Prominenz wie Bill Steer und Ken Owen (ebenfalls ex-Carcass) sowie den beiden Gitarristen von Amorphis. Auch Ville Vallo und HIM Drummer Gas sowie ex-Faith No More Bassist Billy Gould geben sich die Ehre. Natürlich liegt es da nahe den Songs einen gewissen metallischen Unterton zu verpassen, so darf die Gitarre dann auch mal etwas fetter braten. Grundsätzlich werden die Songs jedoch keinesfalls entstellt, es bleibt das originale Coountry-Flair. So kommen auch Western-Gitarre und Mundharmonika zu Einsatz. Seine markante Stimme hat Walker jedoch nicht abgelegt, er röchelt fast wie zu alten Zeiten. Die Platte hat schon ein sehr seltsames Feeling. So ganz ernst genommen werden darf sie wohl auch nicht. Nicht umsonst steht auf der Rückseite der CD „Hey, fuck em if they can´t take a joke“. Richtig skurril wird es wenn Walker „Mississippi“ auf Deutsch zum Besten gibt. „Welcome To Carcass Cuntry“ fällt eindeutig in die Kategorie „Mal was anderes“, trotzdem würde ich Walker eigentlich mal wieder richtig Lärmen hören wollen. (rg)




