Society´s Finest - And I, the Drunkards
Brr..diese Scheibe verfügt definitiv über das hässlichste Cover was ich in der letzten Zeit gesehen habe. Musikalisch liegt der Karren bei Society´s Finest jedoch keineswegs im Dreck. Sie veröffentlichten ihr Debüt über Hand Of Hope Records, mit And I, the Drunkards erscheint nun das zweite Album in Europa über Alveran. Stilistisch tendiert die Band in dieselbe Richtung wie As I Lay Dying, lediglich der Hitcharakter ist bei den Songs nicht ganz so ausgeprägt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Songs schwach sind. Davon kann keine Rede sein. Sie zünden lediglich nicht so schnell. Nach ein paar Durchläufen offenbaren sich durchaus ansprechende Songstrukturen und Riffs. Sei es nun in den eher melodischen oder den heftigen Momenten. Sänger Joshua, half den mächtigen ZAO auf Tour als Shouter aus. Seiner Stimme kann er jedoch neben derben Schreien auch klare Melodien entlocken was er auf dem Album hier und da unter Beweis stellt. Am besten sind Society´s Finest immer dann wenn sie vom typischen Metalcore abweichen und sich eher noisigen Arrangements hingeben oder ausgiebig in Melodien schwelgen. Leider tun sie dies viel zu selten, im Gegenteil oft werden geile Hooks viel zu früh wieder von Standard Metalleads weggedrückt. Richtig coole Songs sind beispielsweise der Opener NYC, „Dear Rebecca Nurse“ oder „Fourth Floor Corpse“. Um eine wirklich rundum überzeugende Platte zu sein fehlt es „And I, the Drunkards“ aber dann doch noch am Schliff. Aufgrund des vorliegenden Materials zu urteilen steckt einiges Potential in der Band was darauf wartet genutzt zu werden. Freunde von eher technischem Metalcore a la As I Lay Dying sollten aber wohl jetzt schon mal ein Ohr riskieren. (rg)




