The Double - Loose In The Air
Was soll man davon halten? Los geht´s mit einem kruden Soundgeholper und man denkt schon, dass hier bei den Aufnahmen etwas schief gelaufen ist. Dann kommt der Gesang dazu, der das Ganze dann schon etwas mehr strukturiert, die Störsounds gehen aber erst nach etwa zwei Minuten in geordnete Songstruktur über um schon kurz später wieder in Hammondorgel-Chaos und Feedbackgefiepe zu wechseln. Wer gehofft hat, dass dieses Chaos sich vielleicht mit dem zweiten Song „Idiocy“ lichten würde, der wird enttäuscht. Hier regiert Zuckerbrot und Peitsche, immer wieder schöne Gesangspassagen und sehr variables Schlagzeugspiel aber wie um jegliche aufblühende (konventionellen) Songstrukturen gleich im Keim zu ersticken, wird meist destruktiver Noise hinterhergeschickt. Aufgenommen haben die New Yorker in Connecticut bei Steve Revitt, der ja auch schon die Beastie Boys im Haus hatte. Als herausragend und Anspieltipp sei hier mal die Ballade „In Our Way“ empfohlen. Auch hier wird das Schöne durch ordentlich Noise überlagert, aber vielleicht ist ja genau das, das Konzept der Band: Pop einerseits zulassen, aber gleichzeitig auch zeigen, dass es eben kein reines Weiß gibt, dass nicht immer nur die Sonne scheint und dass zum Leben eben auch Nebel, Dreck und Schwarz gehört. Interessant, aber wohl eher nur für eine Minderheit. Und Vergleiche zu anderen Bands? Fehlanzeige, Baby! (tj)




