Kataklysm - In the Arms of Devastation
Nach einem grimmigen Klingonen-Sample geht´s ebenso weiter: die Kanadier lassen mal wieder nichts anbrennen und servieren auch auf dem neuen Machwerk Hochgeschwindigkeits-Death Metal der feinsten Art. Die neun Songs sind sowohl produktionstechnisch - Gitarrist J-F Dagenais saß selbst an den Reglern und Tue Madsen hat gemischt - als auch spielerisch absolute Höchstleistungen und die sonst meist vorherrschenden Blastbeats wurden für einen gesteigerten Groove-Faktor etwas reduziert, bei der Schlusspassage vom Opener “Like Angels weeping (The Dark)” wird schon fast auf Doom-Geschwindigkeit abgebremst. Auch bei z.B. “Crippled & Broken” gehen sie ordentlich vom Gas, aber dadurch wirken die folgenden Knüppelattacken nur umso brutaler. Beim melodischen Beginn von “To Reign Again” wähnt man sich anfangs gar im falschen Film, respektive auf dem falschen Album – die Herren aus dem Land der offenen Haustüren (remember Michael Moore), rücken diesen Eindruck aber schnell wieder zurecht. Am Schlagzeug sitzt jetzt wieder ihr Ex-Drummer Max Duhamel und der verdient mal höchsten Respekt; unglaublich, fast schon wie eine Maschine, prügelt er sich durch die neun Songs. Bei „It turns to rust“ gibt´s dann das erste Duett der Bandgeschichte, zusammen mit Morgan Lander von Kittie brüllt Sänger Maurizio Iacono sich durch den Song. Mir fehlt zwar der Vergleich zu den vorherigen sieben Alben, um das Album in ihrem Gesamtwerk einordnen zu können, aber ich denke, das das keinen Fan der Band bzw. des Genres enttäuschen dürfte. (tj)




