Deafcon*X - Big Up
Na, das ist dann doch mal was Neues! Die Frangen von Deafcon*X möchten ausdrücklich, dass man ihre CD kopiert und weiterreicht. Hinter dem Aufruf steht der altbekannte Kettenbrief-Gedanke, also CD vervielfachen und an möglichst viele Personen schicken, so kommt die Musik dann zu den Konsumenten. Und um das auch optisch entsprechen darzustellen gibt´s auf der ohnehin sehr freshen Homepage der Band das sogenannte „dc*world“-Feature ( http://dcworld.deafcon-x.de ) , das anzeigt, wo sich die Nachricht der Herren schon überall verbreitet hat, also quasi big in Japan, sehr cool! Unbedingt mal anschauen! Aber hier geht´s ja nicht um die Homepagebesprechung, Musik soll hier im Zentrum der Betrachtung stehen und deswegen nun mal zur Substanz, zur CD. Das Cover ist schon mal sehr gelungen, weckt durch den ungewöhnlichen Blickwinkel Interesse und ist auch farblich sehr passend. Die fünf Songs sind dann leider nicht ganz so neu und optimal wie das Drumherum. New Metal mit oft gerappten und gerne auch deutschen Texten gabs in unseren Landen schon vor guten zehn Jahren und die langlebigsten Vertreter des Genres machen dieses Jahr nach einer Abschiedstour den Laden dicht: Such A Surge. Dann gabs da u.a. noch Megavier, Headcrash und Phase V... ist also irgendwie durch. Nicht dass das musikalisch schlecht wäre, ganz im Gegenteil, spielerisch und soundmäßig ist das astrein; auch die Leistung der Shouter/Rapper kann durchaus als solche bezeichnet werden, das ist mehr als amtlich und tappt erfreulicherweise auch nicht in textliche Fettnäpfe, die bei der Muttersprache doch gerne immer wieder mal lauern. Wenn das Album vor zehn Jahren erschienen wäre, dann wären die Jungs wohl durchs Dach gegangen. Sehr lustig auch der Hidden Track, ein sehr verspulter Reggae-Track aus dem Studio nebenan oder so... (tj)




