Liar - Murder Manifesto
Die belgischen Liar waren eine der Bands die lange vor dem aktuellen Trend Hardcore und Metal zu einem brutalen Gebräu verschmolzen haben und gelten daher nicht ohne Grund als eine der Vorreiter in Sachen Metalcore in Europa. Nach vierjähriger Funkstille veröffentlicht die Band nun ihr fünftes Album „Murder Manifesto“. Die Band hat sich in Punkto Brutalität noch mal ein gutes Stückchen gesteigert und klingt metallischer als je zuvor. Dabei orientieren sich Liar nicht wie üblich an melodischem Schweden Death Metal sondern eher am Thrash Metal der alten Schule. Daher wurden Bands wie Liar vor einigen Jahren nocht gern als Slayercore bezeichnet. Kombiniert mit leichten Black Metal Einflüssen und derben Hardcore Parts ergibt sich ein brutaler, düsterer Sound der nur bedingt mit dem typischen Metalcore von heute in Verbindung steht. Qualitativ haben sich Liar auf ihrem neuen Album amtlich steigern können. Die Songs klingen trotz der ungezügelten Brutalität durchdacht und stimmig, hauen ordentlich auf die Fresse und verfügen sogar über einen gewissen Wiedererkennungswert. Produziert wurde die Platte von Hatesphere Sänger Jakob Bredahl, der für eine starken Klang gesorgt hat. Sowohl alte Liar Fans als auch der Ottonormal-Metalcore Hörer dürften viel Spaß mit der Scheibe haben. (rg)




