Charon - Songs for Sinners
Schon Monty Python haben es gerühmt und mit schöner Regelmäßigkeit erreichen mich hier feine Tonträger aus Finnland. Nach „The dying Daylights“ ist „Songs for Sinners“ das zweite Album der Band, das ich in die Finger bekomme, die Diskografie listet aber schon stolze fünf Alben. Bereits der Opener „Colder“ zeigt wo und wie es langgeht: angenehm eingängige Songs mit kräftigen Gitarren, ner batschenden Snare, feinen Vocals (ab und an bekommt Sänger J-P Leppäluoto Unterstützung von einer Frauenstimme) und einer erstklassigen Produktion. Die kommt von Mikko Karmila und der hat neben diversen anderen finnischen Combos auch schon Nightwish zum rechten Sound verholfen. Wer die letzten Alben von H.I.M. zu flach und poppig fand, der wird mit Charon sicher glücklich werden, hier bratzen die Gitarren noch und das Material hat fast durchweg Ohrwurm-Charakter. Zehn Songs in einer knappen Dreiviertelstunde, Balladen („Air“ und „She hates“), durchaus gelungen) darf natürlich auch nicht fehlen, mein persönlicher Favorit und somit auch Anspieltipp ist aber der dritte Song „Bullet“. Der beginnt mit einem sehr düsteren Cello, steigert sich dann wunderbar und mündet in einem Refrain der Extraklasse. Ach ja, Sande und Tomi von Amorphis mischen auch mit, die spielen bei „She hates“ Sitar und Keyboard. (tj)




