The Coalfield - Vamonos Loco
Na hoppla, was ist denn mit The Coalfield passiert? Ist das wirklich noch dieselbe Band die 2001 “Transmitter†veröffentlicht haben? Seither ist sicherlich viel Zeit vergangen, dass sich die Band derart verändert hätte ich jedoch nicht erwartet. Von dem sperrigen Noisecore von damals ist kaum etwas übrig geblieben. Es gibt keine massiven Gitarrenwände mehr und auch keinen heiseren Kreischgesang mehr, lediglich die Refused Einflüsse sind noch erkennbar geblieben bzw. ausgebaut worden. Auch ihre Art Songs zuschreiben hat die Band komplett über Bord geworfen. Das neue Album der Herren aus dem hohen deutschen Norden erinnert eher an Bands wie Billy Talent oder Refused. Poppige Refrains werden mit energischen Gitarren gekreuzt die von tanzbaren Beats unterlegt und mit einer Prise Noise gewürzt werden. Das Ergebnis ist rundum eigenständig und kann sich hören lassen. Immer wieder eingeflochtene Feinheiten wie akustische Gitarren oder stimmungsvolle Samples und Keyboards werten die auch sonst schon guten Songs zusätzlich auf. Sänger Marco steht der melodische Gesang ebenfalls gut zu Gesichte. Leider ist nicht jeder der insgesamt 13 Songs ein Volltreffer geworden was die Gesamtwertung etwas drückt. Wer die Band früher mochte sollte erstmal probe hören, wer sie früher hingegen nicht mochte könnte der Band heute zugeneigt sein. (rg)




