Disbelief - 66Sick
Ich war ja schon skeptisch ob die Band es schaffen würde an „Spreading the Rage“, ihr letztes, grandioses Album von 2003 anzuknüpfen. Der doch etwas platte Albumtitel verhieß ja schon mal nichts Gutes. Vielleicht gepusht durch den Labelwechsel, gelingt es Disbelief aber tatsächlich! Soundtechnisch durch die versierten Hände von Tue Madsen in ein gewohnt intensives Gewand gepackt strotzen die elf Songs plus ein Intro wieder vor Energie und türmen riesige Soundwände vor dem Hörer auf. Derbste Intensität mit dem gewohnten Groove-Faktor und vielen packenden Riffs eben. Ob der Vorgänger übertroffen wird, lässt sich nach wenigen Wochen Hören jetzt so noch nicht sagen, der Band ist aber erneut ein hochklassiges Album gelungen, ohne sich selbst zu wiederholen bzw. auf der Stelle zu treten. Die Band zeigt sich zudem sehr variabel, derbe Brecher wie „Sick“ und „For God?“, die dezente Hardcore-Anleihen bergen, werden gekonnt mit sehr melodisch-melancholischen Songs wie z.B. „Continue from this Point“ oder auch „Edges“ arrangiert. Die limitierte Erstausgabe des Albums kommt mit speziellem Artwork und vier Bonustracks, die es in sich haben: „Coast to Coast“ von den Scorpions, „Dogs on Leads“ von Accept, „Spill the Blood“ von Slayer und „Stranger in a strange Land“ von Maiden – was dann wohl als Verneigung vor den eigenen Helden fungiert, von denen man sich musikalisch längst emanzipiert hat. Man darf sich schon jetzt auf die „No Mercy“-Festivals und die weiteren Tour- und Festivalaktivitäten der Jungs freuen! (tj)




