The Plot To Blow Up The Eiffel Tower - Love In The Fascist Brothel
Das Album der Chaoten aus San Diego eröffnet mit den wohlbekannten Fanfaren die schon die Gorilla Biscuits als Einstieg in „Start Today“ wählten. Dann aber ist es schlagartig vorbei mit den Gemeinsamkeiten. Der wohl allgemein als Jazzcore bezeichnete Stil der Band klingt nach einem vertonten epileptischen Anfall. Auf Songstrukturen und sich wiederholende Parts scheißt die Band komplett. Stattdessen zelebrieren die Jungs punkigen Freejazz mit verzerrten Gitarren, pulsierendem Bass und chaotischem Drumming. Dazu mixt die Band auch mal Bläser und Klavier in den Brei. Das Ergebnis klingt nach Bands wie The Locust auf Punk oder eine durchgedrehte (!) Version der Blood Brothers. Die Band bietet kaum Zeit zum verschnaufen und entfesselt eine beachtliche Energie. Technisch sind die Jungs ebenfalls fit, was aber auf der Bühne vermutlich sehens- und hörenswert ist, kommt auf Platte sehr anstrengend rüber. Die Songs sind wirklich kaum nachvollziehbar und klingen matschig. So ist es kaum möglich einen Zugang zu der Scheibe zu entwickeln. Für Freunde der oben genannten Bands ist die Band sicherlich ein heißer Tipp, alle anderen sollten besser die Finger davon lassen. (rg)




