Entreat - Deicubation
Das Hause Moonlee aus Slovenien hatte ich bisher als Label für Post-Punk Platten wahrgenommen. Dass das Label mit Entrat auch ne handfeste Metalcore Band am Start hat spricht für die stilistische Vielfalt der Firma. Die hohe Qualität spricht für das Händchen der Macher. Auch Entreat aus Solvenien machen da keine Ausnahme. Geboten wird von schwedischem melodic Death Metal inspirierter Metalcore. Erinnerungen an Unearth werden schnell wach und treffen die Sache auch recht gut. Mehrstimmige Gitarrenmelodien treffen auf brutale Breakdowns und Drumgewitter. Dazu gibt es einen aggressiven Shouter der hier und da gesprochene Parts einfließen lässt. Die Gitarrenarbeit kann rundum überzeugen. Die Herren an den sechs Saiten haben ein gutes Gespür für Melodien und auch in Sachen Durchschlagskraft kann man der Band keinen Vorwurf machen. Die Slowenen von Entreat machen ihre Sache ebenso gut wie Bands aus den Metalcore Hochburgen. Einziger Schwachpunkt der Platte ist, dass die Songs teilweise recht lang sind und im weiteren Verlauf der Platte wenig neue Ideen bieten. Somit nutzt sich die Scheibe mit laufender Spielzeit etwas ab. Da hätte die Band besser die besten 5 Songs herausgepickt und damit wohl ne superfette EP abgeliefert. Dennoch bewegen sich Entreat im oberen Level. (rg)




